| Kommentar zum "bösen Hip-Hop" |
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Vor kurzem gab's auf szene-extra.de den Artikel "Hip-Hop: Pro oder Kontra?" zu lesen. Der in Nürnberger MC "Lampoe" hat sich sehr darüber gefreut, dass mal jemand das Thema kritisch betrachtet und hat uns seinen Senf dazu gemailt. Lest hier, was er als einer der Vertreter der deutschen Hip-Hop-Szene denkt: Quo vadis? Dieser Text ist gewidmet den Helden meiner Jugend die da waren: Torch, Toni L. , Die Stieber Twins, R.A.G, GBZ, Advanced Chemistry, RHP, Beginner, Nico Suave, Blumentopf, Main Concept, Curse, Illo 77, Kool Savas, Sammy Deluxe, Fettes Brot, Fanta 4 uvm... Franky Kubrick, Dendemann, Jan Delay, Max Herre, Mono & Nikitaman, Nosliw, Natty Flow, Die meisten Menschen denken, dass deutsche Musik als Kulturform schon lange nicht mehr existiert und irgendwo in den Wirren des neuen Millenniums verloren ging. Deutschland habe keine kreativen Denker mehr sondern nur noch eine Jugend, die unkontrollierbar aggressiv und stumpf geworden ist; auch bekannt als die „Millenials“. Gerade im HipHop, einer der vielen verschiedenen Lebensformen moderner Jugendlicher. In einer Welt, in der es immer schwerer wird, ein klares Bild davon zu behalten, was noch normal ist. In der Altbackenes und Traditionen mit Händen und Füßen getreten werden und der Spalt zwischen den Generationen meilenweit aufklafft. Ich kenne deutschen HipHop noch aus einer Zeit, in der die Kernaussage hinter diesem Lebensstil eher das Miteinander-Feiern und das gemeinsame Kämpfen für seine Rechte und Werte war. In der es mitunter noch das wichtigste Ziel eines Rappers war, seine Stadt auf die Karte zu bringen. Und das nicht nur, um zu zeigen, wie mächtig man ist und wen man alles „ficken“ kann. Viel mehr um zu zeigen, das man auch in einer Stadt wohnt, in der man es genießt zu leben und in der die Leute down mit HipHop sind. Lange vor Flatratesaufen und Co. hießen unsere Partys „Sessions“ oder „Jams“. Man hat gefreestylt, gemalt, gecuttet und getanzt. Sein Ding gemacht und das represented wofür man einsteht. Auch deutscher HipHop als Musikform und Lebensrichtung ist noch lange nicht tot, sondern entspricht heutzutage viel mehr einem anderen Bild. Sido, Bushido und Co sind nicht schuld an dem Verfall moderner Jugendlicher. Musik geht mit der Zeit. Inzwischen wird nicht mehr das von den großen Majors gesungen, was sich entfalten und entwickeln kann, sondern das, was schon Geld bringt und auch noch mehr Geld macht. Gerade an Aggro Berlin und deren kommerziellen Erfolg wird so viel bemäkelt. Obwohl genau dies das perfekte Beispiel ist für Jugendliche, die eine Idee hatten und diese ohne jegliche Hilfe und Unterstützung zu einem Gewinnbringenden Unternehmen entwickelt haben. - Unser Vorbild: Tha good old U S of A!- -Concius Rap- Diese Künstler mit den ausgefallensten aller Gedankengänge sind vielleicht nicht mehr so gefragt wie früher; und Rap mit Berichten aus dem alltäglichen Leben derer, die vielleicht mal unsere Zukunft bestimmen, haben das Geschäft in der Hand. Dennoch gilt für viele Heranwachsende (oder zumindest für mich): „Die Gedanken und Berichte und Erfahrungen der älteren Generation inspirieren mich! Die Gedanken und Berichte und Erfahrungen der gleichaltrigen Mitjugend geben mir die nötige Kreativität!“ Über Rap im Allgemeinen und als Lebensform und Stil gibt es bestimmt viel zu schreiben, zu erzählen oder zu erleben. Wenn wir es genau nehmen: Gerade über den deutschen Rap und seine Herkunft und dessen Werdegang kann man nicht in einem flotten 16-Zeiler urteilen. Viel mehr gilt es wie in den anspruchsvollsten aller Fächer an Universitäten und sonstigen Bildungseinrichtungen, sich ein Bild davon zu verschaffen, was war, was sein wird und was eigentlich gerade vor sich geht. Das Klischee von den Baggy-tragenden, kiffenden und saufenden HipHoppern ist weder zeitgemäß, noch entspricht es der Mannigfaltigkeit dessen, was möglich wäre. Ob man sich nun Pop, Funk, Blues, Soul, Raggae, Grunge, Ska oder doch den „good Oldskool“-HipHop als Definition dessen, was einen bestimmt und ausmacht aussucht. Es läuft darauf hinaus, dass man das Image, die Noten die Worte und Lieder einer bestimmten, medienwirksamen Person für gut befindet und man sich genau deswegen darüber identifiziert. Für Außenstehende mag es oft schwer sein, zu verstehen, wieso wir „HipHopHeadz“ so leben und denken wie wir es tun. Doch auch hinter den härtesten Vertretern unserer Gattung steht ein ganz normaler Mensch. Vielleicht ein Mensch, der sich anders ausdrückt und kleidet aber im Prinzip auch nur seinen Standpunkt vertreten möchte. Ob dieser nun politisch korrekt oder eher provozierend dargestellt wird, hängt jeweils von der sich entwickelnden und produzierenden Gesellschaft ab. Dass sich nun auf einmal genau diese mit den auftretenden Phänomenen beschäftigt, ist positiver Weise als Fortschritt zu sehen. Fortschritt gibt Wissen und Wissen ist Macht. Selbst in Zeiten von Regression, Rezession und wirtschaftlichem Chaos ist zu erkennen, dass nachkommende Generationen versuchen klar zu kommen mit den gegebenen Mitteln und Möglichkeiten der Zeit, in der sie leben. Anstatt zu verurteilen und die Schuldigen darin zu suchen, dass wir bestimmte Szenen und Erscheinungsformen zu Brei diskutieren, sollten wir vielmehr dort ansetzen, wo wir als aktuelle Generation das bestimmen, was aus uns wird. Wir sollten eine Gemeinschaft und Gesellschaft bilden, in der wir uns gegenseitig schätzen und respektieren, egal wie wir gekleidet sind oder welche Musik wir hören. Gez.
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Musik 

Wer verdammt sind wir? Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin?
heys und zwar habe ich eine frage...i...
Sehr guter, detailierter, ansprechend...
hmm ich hab da mit gemacht xD war lus...
Hallo Christine und Tina
sehr schönes Konzert gestern Abend! ...