| So leben Deutsche in Rumänien |
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Deutsche findet man nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt. Sie sind in viele verschiedene Länder ausgewandert. Etwa 800 Jahre ist es her, dass Deutsche nach Rumänien gerufen wurden. Sie nannten sich Siebenbürgener Sachsen, so dass das Gebiet, in dem sie sich niederließen, auch heute noch Siebenbürgen heißt. Es liegt in der Mitte Rumäniens und wird vom Karpaten-Gebirge umrahmt. Mit Siebenbürgen und den Menschen, die dort leben, hat sich die Klasse 4b der Farrnbachschule Fürth beschäftigt. Hier präsentieren die Schüler ihre Ergebnisse. Dank Klassleiterin Christine Andrä-Landgraf und Religionslehrerin Elke Ruff-Haag konnte sich die Klasse 4b das rumänische Leben sogar ins Klassenzimmer holen: Drei Frauen, die aus Siebenbürgen stammen, haben die Jungen und Mädchen besucht. In den vergangenen Jahren sind nämlich viele Siebenbürgener wieder nach Deutschland zurückgekehrt; einige leben auch in Mittelfranken. Eine von ihnen ist Gertrud Hanek, die seit 1981 wieder in Deutschland lebt. Sie hat den Schülern der Klasse 4b Fotos aus ihrer früheren Heimat gezeigt, ihnen einen typisch Siebenbürger Tanz gezeigt und Trachten mitgebracht. Und sie hat mit ihnen gesprochen — auf Siebenbürger-Sächsisch. Das ist eine sehr alte Variante des Deutschen, die für unsere Ohren heute fremd klingt. Was die Viertklässler in ihrem dreiwöchigen Projekt alles gelernt und erlebt haben, berichten sie euch in kurzen Texten zu folgenden Themen: Kindheit in Rumänien, Schule in Rumänien, Trachten und Tänze, Natur und Umwelt, ein großer Vampir und typisch rumänische Kuchen. Frau Haneks Kindheit ist ungefähr 45 Jahre her. Damals gab es in dem Haus, in dem sie wohnte, kein Telefon, keinen Strom und auch kein Wasser. Das Wasser mussten sie aus einem Brunnen im Dorf holen, und dann hat die ganze Familie in einer Badewanne gebadet. Zu essen gab es meistens Brot, Speck und Suppe und sonntags auch mal Hühnchen. Zu Weihnachten gab es oft Schwein. Frauen und Mädchen durften damals keine Hosen tragen. (von GABI, LEA, RONJA, JULIA) Frau Hanek hat uns erzählt, dass sie als Kind in Rumänien nur einen Ball und eine Puppe hatte. Sie hat dann mit anderen Kindern ihre Spielsachen ausgetauscht. Außerdem hat sie als Kind viel getanzt und rumänisch gesungen. Heute hat jeder von uns bestimmt 40 Spielsachen zu Hause – wir können uns gar nicht vorstellen, nur einen Ball und eine Puppe zu besitzen. (von RICHARD, DOMINIK, PIERRE, WILLIAM) Rumänische Kinder besuchen die Schule von sechs bis 16 Jahren. Obwohl es in dem Land eine Schulpflicht gibt, können heute von 100 Kindern acht nicht in die Schule gehen. Frau Hanek hat erzählt, dass früher vor allem die Kinder von armen Eltern zu Hause bleiben mussten. Sie halfen auf den Feldern mit, um dadurch Geld zu verdienen. (von MARVIN, KAI, SEBASTIAN, DANIEL, SANDRO) Die Siebenbürger sind sehr stolz auf ihre Trachten. Diese tragen sie zu Feierlichkeiten oder wenn sie sonntags in die Kirche gehen. Die Trachten für Jungen und Männer bestehen aus weißen Hemden, die mit schwarzen Mustern bestickt sind. Dazu gibt es eine schwarze Hose und eine weiße Krawatte. Die Mädchen und Damen tragen mehrere Unterröcke, einen bunt bestickten Rock und eine handbestickte Schürze. Als Oberteil tragen sie eine enge kleine Samtjacke. Oft sind die Kinder noch bunter angezogen. Frau Hanek hat uns einige Trachten mitgebracht, die wir anprobiert haben. Sie zu tragen, fühlt sich luftig, etwas eng, warm und weich an. Als wir uns mit den Trachten schön herausgeputzt hatten, hat Frau Hanek uns einen Tanz beigebracht, der auch heute noch oft in Rumänien getanzt wird. Er heißt Siebenschritt. Dabei tanzt man in einer großen Gruppe. Jeder muss die gleichen Schritte machen. Der Höhepunkt des Tanzes ist der Siebenschritt: Alle gehen zusammen sieben Schritte nach vorne und dann wieder sieben Schritte zurück. (von EMMA, MELINA, MAIKE, ANNIKA, VINCENT) Die Rumänen bauen ihre Häuser häufig aus Holz. Davon gibt es sehr viel: Ein Viertel des Landes ist nämlich mit Wald bedeckt. In den Dörfern laufen die Tiere – zum Beispiel Kühe, Schafe, Pferde, Hühner – frei herum und kommen sogar bis in den Supermarkt. Die Menschen fahren dort auch heute noch mit Pferdekutschen.CLARA,LUKAS, DANIEL, LOUIS Kennt ihr Graf Dracula? Das ist ein berühmter Vampir, der nachts ausgeflogen sein soll, um schlafenden Leuten Blut auszusaugen. Man sagt, dass Dracula in Transsilvanien wohnt. Das ist eine andere Bezeichnung für Siebenbürgen. Wie wir gelernt haben, ist Dracula nur eine Romanfigur. Aber es gab früher einmal einen Fürsten, der Drakula hieß. Er hat in vielen Kriegen gekämpft. (von PAUL, RENE, DENNIS, KAI) Weil wir wissen wollten, wie rumänisches Essen schmeckt, haben wir zwei Frauen aus Siebenbürgen zu uns eingeladen: Frau Barth und Frau Baier. Sie haben mit uns zwei typisch rumänische Kuchen gebacken. Eine Gruppe hat einen Maiskuchen zubereitet, der „Male“ heißt. Die andere Gruppe hat einen Hefeteigkuchen gebacken, den man „Hanklich“ nennt. Wir haben auch genascht: Die Kuchen waren lecker! (von MAIKE, JULIA)
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Viertklässler haben sich in einem Projekt mit Siebenbürgen beschäftigt
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